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| Interview Dr.Tanew | |
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Univ.Prof. Dr. Adrian Tanew ist Oberarzt an der Abteilung für Spezielle Dermatologie und Umweltdermatosen im AKH Wien. Er beantwortete einen umfangreichen Fragenkatalog, den wir in unserem Forum zusammengestellt haben, im Zuge eines Vortrag für die Wiener Vitiligo Selbsthilfegruppe am 5.Mai 2004 im Wiener AKH. Für alle, die nicht an diesem Vortrag teilnehmen konnten, hat Dr. Tanew seine Antworten hier noch einmal zusammengefasst. Diagnose und allgemeine Fragen zur Vitiligo1.) Wann kann ein Arzt diagnostizieren, dass eine unsymmetrische einseitige Vitiligo vorliegt im Gegenzug zu der klassischen symmetrischen? Wie weiß man bei einem einzigen großen Fleck, dass es Vitiligo ist? In der Regel kann ein erfahrener Arzt das rein klinisch feststellen. Bei unklaren Fällen kann man zusätzlich eine Hautprobe entnehmen und sich das histologische Bild anschauen. Die Diagnose Vitiligo sollte ausschließlich von einem erfahrenen Hautarzt gestellt werden (Fehldiagnosen kommen immer wieder vor). 2.) Kann man feststellen, ob Pigmentzellen in den betroffenen Hautaurealen schon ganz abgestorben sind? Ja, mittels spezieller immunhistochemischer Techniken, die Melanozyten bzw. ihr Fehlen in der Haut nachweisen. 3.) Warum repigmentieren manche Flecken ganz plötzlich ohne das man selbst etwas dazu tut und gleichzeitig tut sich aber an anderen Stellen gar nichts (z.B. im Gesicht - nach drei Wochen Urlaub 98% weg - und Hände und Füße zeigen null Reaktion) Es ist bekannt, dass manche Hautareale besser und spontan repigmentieren können, insbesonders auch das Gesicht. Man nimmt an, dass die schlechte Repigmentierung an z.B. Handrücken, Fußrücken, Brustwarzen und Penisschaft u.a. darauf zurückzuführen ist, dass in diesen Regionen nur wenig feine Körperhaare vorhanden sind, aus denen heraus Melanozyten wieder in die depigmentierte Haut einwandern können. 4.) Wie kann es möglich sein, dass man am ganzen Körper ohne Behandlung (spontan) komplett repigmentiert (wie bei einem Mitglied unserer Gruppe)? Möglicherweise durch spontane Modulationen des Immunsystems, dabei könnten neben so bekannten Faktoren wie Sonnenlichtbestrahlung auch durchaus psychische Faktoren eine Rolle spielen. 5.) Wann ist eine Vitiligo entzündlich? Feingeweblich immer, klinisch dann, wenn man um die Herde einen geröteten Rand sieht. 6.) Ist Vitiligo ein Gendefekt? Wenn ja, gibt es hinsichtlich der Genforschung Erfolge zu erwarten??? Es handelt sich nicht um einen spezifischen Gendefekt, sondern um eine genetisch veranlagte Neigung, Vitiligo entwickeln zu können. Ein gentherapeutischer Ansatz ist nicht absehbar. Cremen (Protopic, Elidel, Vitix, etc.)7.) Wie lange (in Monaten, Tagen) kann man Produkte wie Elidel oder Protopic bedenkenlos schmieren? Die Beipackzettel (die für die Behandlung von Neurodermitis oder dergl. geschrieben sind sprechen von max. 3 Wochen) Solange ein Ansprechen der Vitiligo erkenntlich ist. 8.) Kann/soll man nach dem Einschmieren dieser Cremen in die Sonne gehen? Ob Elidel oder Protopic in Zusammenhang mit gleichzeitiger Sonnenlichtbestrahlung völlig bedenkenlos ist (erhöhtes Hautkrebsrisiko?), wird von Experten sehr unterschiedlich eingeschätzt. Niemand kann es mit Sicherheit sagen. 9.) Kann/soll man mit diesen Produkten bestrahlen (UVA/UVB)? Siehe Frage 8) 10.) Kann man Protopic eigentlich nicht auch "offiziell" zum Medikament gegen Vitiligo machen? So wäre es vielleicht leichter ans Rezept zu kommen, denn ich denke nicht jeder Arzt verschreibt einem Vitiligbetroffenen Protopic da die Ärzte wissen, dass es ist nicht dafür zugelassen ist; bzw. für welche Cremen übernehmen die Krankenkassen bei der Behandlung von Vitiligo die Kosten? Diese Frage richtet sich an die Erzeugerfirmen bzw. Kassen. Wahrscheinlich wird Protopic rezeptierbar sein, sobald mehr Ergebnisse zu dessen Anwendung bei Vitiligo vorliegen. 11.) Vitix: was tut es ,was kostet es, warum ist es kein anerkanntes Medikament und warum zahlt die Krankenkasse nichts? Vitix ist keine Arzneimittelspezialität, daher zahlt die Kasse nichts. Um als Arzneimittelspezialität registriert zu werden, müssten wissenschaftliche Studien (die sehr kostspielig sind) vorgelegt werden, die zweifelsfrei die Wirksamkeit von Vitix bei Vitiligo belegen. 12.) Wie oft soll man Vitix schmieren 2 x täglich, exakte Studien dazu gibt es allerdings nicht. 13.) Wie oft soll man Vitix schmieren, wenn man bestrahlt Siehe Frage 12) 14.) Wann soll man die Pflegcreme/Fettcreme schmieren, die notwendig ist, wenn man bestrahlt (nach Vitix, vorher, wann)? Ein Pflegeprodukt ist grundsätzlich nicht notwendig, es sei denn, die Haut ist trocken. Vitix sollte nach der Bestrahlung und vor einem etwaigen Pflegeprodukt angewendet werden. 15.) Erfahrungen mit den "neuen Kortikoiden", die laut Ihrem Vortrag bei den Radiodoktortagen ähnlich gute Ergebnisse liefern wie UVB-Bestrahlung Sehr gut für umschriebene Vitiligoareale (im Gesicht jedoch nicht anwenden). Wirksamer als Protopic, auch bei monatelanger Anwendung kaum jemals Nebenwirkungen. 16.) Wie sehr schädlich sind diese neuen Kortisonsalben (was heißt Klasse III+IV) und wie sind da die Erfahrungen damit Siehe 15). Äußerliche Kortikosteroide werden in Stärkeklassen I-IV (schwach - sehr stark) eingeteilt. Meine Erfahrungen sind bei korrekter Anwendung sehr gut. Bestrahlung (UVA, UVB, Sonne)17.) Wie oft soll man pro Woche UVA/UVB bestrahlen? UVB 2 x pro Woche, UVA überhaupt nicht 18.) Mit welchem %-satz soll beim Bestrahlen gesteigert werden (10%)? (5-)10%, wenn keine Rötung innerhalb von 12-24 h nach der Bestrahlung auftritt. 19.) Wenn es zu einer Rötung beim Bestrahlen kommt, wie langen soll man ohne Steigerung weiterbestrahlen? Mindestens zwei Wochen, dann ev. eine Steigerung von 5% versuchen. 20.) Empfehlen sie einen Aufenthalt am Toten Meer? Wenn Kosten keine Rolle spielen und die Erwartungshaltung groß ist. Wirksamer als andere Bestrahlungstherapien ist das Tote Meer nicht. 21.) Wann wird die Kombination Khellin und Sonne/UVB gewählt? Diese Kombination ist zur Behandlung einer umschriebenen Vitiligo während der Sommermonate einen Versuch wert. 22.) Ist es wirklich so, dass Salzwasser keinen heilenden Effekt hat sondern lediglich die Brechung der Sonne im Wasser zur Heilung führt? Wasser quellt die Haut und bedingt ein besseres Eindringen der UV-Strahlung in die Oberhaut. Salz hat keinen zusätzlichen Effekt 23) Worin genau bestehen die Unterschiede zwischen UVA und UVB hinsichtlich Wirkung und "unerwünschter Wirkungen" bzw. was riskiert man bei der jeweiligen Bestrahlung ? Falten? Hautkrebs? Leberschäden? UVA ist bei Vitiligo als Monotherapie (zum Unterschied von der Kombination mit Psoralen+UVA = PUVA) nur sehr schwach wirksam und wird für therapeutische Zwecke bei dieser Erkrankung nicht angewendet. Beide Lichtbanden können eine vorzeitige Hautalterung bewirken. Bezüglich Hautkrebs siehe Frage 28) 24) Was ist mit Laserbehandlung? (Excimer?) Ist das auch Bestrahlung? Der Excimer Laser emittiert längerwelliges UV Licht, ähnlich dem Schmalband-UVB. 25) Wird Bestrahlungen bei Kindern angewendet? Ja, bei sorgfältiger Indikationsstellung 26) Stimmt es, dass es eine Life-time-Dosis an "Bestrahlungseinheiten" (in welchen auch immer das gemessen wird, da schwebten immer so Kommazahlen herum) gibt, die im Laufe des Lebens nicht überschritten werden darf? Das würde ja heißen, mit Bestrahlungen ist es irgendwann aus, also sollte man diese Pulver vielleicht nicht zu früh im laufe einer Vitiligo-Karriere verschießen? Life-time Dosis in Bezug worauf? Die mit chronischer Sonnenlichtexposition einhergehenden Risken hängen von vielen, z.T. individuellen und nicht messbaren, Faktoren ab. Eine kumulative Dosis, nach deren Überschreitung man sich für den Rest seines Lebens in den Keller einsperren muss, gibt es nicht. 27.) Wenn nun ein Patient nach Bestrahlung/Sonne/totaler Entspanntheit repigmentiert, haben Sie Erfahrungswerte, wie lange er "braun" bleibt? Laut Westerhof, der als erster über den Einsatz von Schmalband-UVB bei Vitiligo berichtet hat, kommt es nach erfolgreicher Bestrahlung bei ca. 2/3 der Patienten innerhalb eines Nachbeobachtungszeitraumes von 5 Jahren zu keinem Rückfall. Hautkrebsrisiko28.) Wie ist das mit der Hautkrebsrisiko innerhalb der weißen Flecken bzw. auf der nichtbetroffenen Haut? Siehe Frage 29) 29.) http://www.photodermatologie.de und http://www.psorisol.de/medizin Homepages mit Infos, die aussagen, dass man bei Vitiligoerkrankung hautkrebsgefährdet ist, andere Studien sprechen dagegen (außer "Muttermale", die man - sollten viele "wachsen" untersuchen lassen muss.) Wer hat recht? 28) + 29): Neue Daten sprechen dafür, dass in den Vitiligo Hautarealen ein Protein, das vor Hautkrebsentstehung schützt, hinaufreguliert ist und Vitiligopatienten daher in aller Regel kein erhöhtes Hautkrebsrisiko aufweisen. Vererbung30) Gibt es schon Forschungsergebnisse, wie die "Erbfolge" bei Vitiligo aussieht? In unserer Familie berichtet man jedenfalls nur von weiblichen Familien-Mitgliedern, die Vitiligo haben. Gibt es Erkenntnisse über Vererbung ? Üblicherweise sind beide Geschlechter gleich häufig befallen. Häufigkeit in Österreich: ca. 0.5% der Bevölkerung, in der 1.gradigen Verwandtschaft eines Vitiligo Patienten ca. 6-8%. Forschung und Lehre31a.) Nun ist Vitiligo keine besonders seltene Krankheit. Warum wissen (Haut)Ärzte so wenig darüber? Gibt es bei Informations-Seminaren keine Aufklärung oder Information? Wird in dieser Hinsicht überhaupt "aufgeklärt"? Oder fühlen sich hier eventuell die Hautärzte nicht allein angesprochen und es sollten auch andere Experten hinzugezogen werden? Vitiligo ist reine Hautarztsache. Es wird in der letzen Zeit zunehmend über Vitiligo in Fachkreisen referiert, dennoch (aber hoffentlich zunehmend seltener) kommt therapeutischer Nihilismus bedauerlicherweise immer wieder vor. 31b.) Wenn schon die Erkenntnis über Repigmentierungen vorliegen, wie wird dann weiter geforscht oder "freut man sich über das Ergebnis"? Es wird international laufend geforscht. 32.) Wie viel Geld fließt in Österreich in die Vitiligo-Forschung keine Antwort 33.) Auf der bekannten Homepage http://www.vitiligo-verein.de gibt es den Bericht, dass Fördergelder für Projekte bereitgestellt werden, die den Vitiliganern helfen. Wie schaut es in Österreich aus?? Wer bekommt Förderungen für die VITILIGO-Forschung? Prinzipiell jeder Forscher, der ein förderungswürdiges Projekt aufweisen kann. 34.) Wer forscht in Österreich in Sachen Vitiligo? Klinische Forschung an unserer Abteilung, experimentelle Forschung gibt es meines Wissens keine. 35.) Werden Infos unter den bereits bestehenden Forschungsinstitutionen ausgetauscht? Durchaus! 36.) An wen kann/sollte man sich als SHG wenden, um in Sachen Vitiligo in Ö in Bezug auf Forschung Druck zu machen? Was den Excimer Laser betrifft, z.B. bei der Gesundheitsstadträtin und der Ärztlichen Direktion des AKH. Alternative/natürliche Methoden37.) Zahlen die Krankenkassen den Aufenthalt am Toten Meer bei Diagnose Vitiligo? In aller Regel nicht. 38.) Einige aus unserer Gruppe haben "braune" Haut bekommen, weil sie am (Toten) Meer waren, Ayurvedakuren gemacht haben oder - soviel ich sehe - mindestens 3-4 Wochen in totaler Entspanntheit verbracht haben. Ist das für Sie ein Therapieansatz bzw. unterstützen Sie eine derartige Therapie (für einen Krankenkasseantrag)? Möglicherweise hat Stressabbau neben Sonnenlicht im allgemeinen bzw. dem milderen Sonnenlicht am Toten Meer eine therapeutische Wirkung. Allerdings bewegen wir uns hier auf einem weitgehend unbekannten Terrain, zu dem wir mehr Informationen (Studien klinische Forschung!) benötigen. 39.) Was halten Sie von Ayurveda? Es gibt keine fundierten Daten über die Wirksamkeit von Ayurveda bei Vitiligo, die eine Beurteilung erlauben. 40.) Es wurde in Ihren Vorträgen gehört, dass Sie selbst sagen, dass viele der angebotenen Cremes, Salben nichts wirken und dass Bestrahlung/ Sonnenbestrahlung die beste Methode ist, zu repigmentieren. Warum klärt man hier zu wenig auf? Immerhin kosten die Cremes ja nicht wenig und angebotene alternative Behandlungen sind teuer .... Ich denke, praktisch jeder kann heutzutage in Wien eine sinnvolle Aufklärung bekommen, sofern er sie sucht und anzunehmen bereit ist. Allerdings sterben auch Pyramidenspiele trotz Aufklärung nie komplett aus. Depigmentieren/Bleichen:41.) Ist es möglich auch teilweise Depigmentierungen durchzuführen, also z.B. nur an den Händen, Füssen oder im Gesicht? Ja. Unter fachärztlicher Aufsicht nach ausführlicher Besprechung. 42.) Wären auch die Haare, Lippen, Brustwarzen davon betroffen? Lippen und Brustwarzen können auch depigmentiert werden. Die Frage nach den Haaren ist mir unklar. 43.) Steigt das Hautkrebsrisiko durch Depigmentierung bzw. kann man überhaupt etwas Seriöses darüber sagen (es gibt so viele widersprüchliche Meldungen dazu)? Es gibt keinen Hinweis, daß das Hautkrebsrisiko durch die Behandlung erhöht wird, allerdings ist die gebleichte Haut naturgemäß vermehrt lichtempfindlich und muß entsprechend geschützt werden. 44.) Kann man ungefähr sagen wie lange so eine Depigmentierung dauert, wenn der Körper schon zu 50% weiß ist (am Beginn der "Behandlung")? M indestens 4-6 Monate. 45.) Ab wie viel % Vitiligo-Befall werden an der Wiener Klinik Depigmentierungen durchgeführt? Es gibt keine Faustregel, jeder Patient ist ein Einzelfall. Heimtherapie46.) Können Heim-Bestrahlungsgeräte kostengünstigst geliehen werden, wen ja wo? Das weiß ein Mitglied der SHG. Kostengünstigst ist es allerdings nicht. (Anmerkung WVS: Fa. Medilux) 47.) Übernimmt die Krankenkassa die Kosten für ein gekauftes/gemietetes Bestrahlungsgerät bei der Vitiligotherapie?? Nein. 48.) Da es ein sehr großer Zeitaufwand ist, Bestrahlungen während der Arbeitszeit - die ist nun einmal von ca. 8.30 Uhr bis abends um 19.30 Uhr in Österreich - kaum möglich sind, wäre das Ausleihen von Bestrahlungslampen, natürlich nach vorheriger fachlicher Anweisung bezüglich der Anwendung, sehr erstrebenswert und für viele Vitiliganer einfacher. Allerdings: Wenn es noch nicht einmal die "Krankheit Vitiligo" gibt, denke ich, dass es schwierig ist, überhaupt günstige Ausleihmöglichkeiten zu haben. Wie sehen Sie das, Herr Dr. Tanew? Vitiligo wird natürlich schon als Krankheit angesehen und behandelt, allein an unserer Abteilung einige hundert Patienten im Lauf der letzten Jahre. Heimtherapie der Vitiligo mit Schmalband-UVB ist durchaus eine Option und ich betreue auch einige Patienten, die das durchführen. Das Problem: siehe Frage 46) und 47). Bestrahlung und Elidel oder Protopic: siehe Frage 8) Sonstige Methoden49.) Wie sieht es mit Studien, Erfolgsberichten aus Kuba aus? Keine kontrollierten, nachvollziehbaren Daten, obschon seit Jahren davon geredet wird (vermutlich Kategorie Pyramidenspiel) 50.) Kennen sie die Creme "Melagenina Plus" aus Kuba (sie wird u.a. aus Plazenta" gewonnen? Entspricht dem kubanischen Plazenta Extrakt Mittel: siehe Frage 49) Sonstige Fragen51.) Was ist ihre bevorzugte Therapie? Jede, die ohne nennenswerte Nebenwirkungen zum Ziel führt. Das ist bei jedem Patienten individuell festzulegen. 52.) Welche psychologischen Aspekte gibt es bei der Vitiligo-Therapie zu berücksichtigen, bzw. welche psychischen Faktoren spielen bei Ausbruch und bei der Heilung eine Rolle Ich verweise auf den Abend mit Mag. Haim. (Anmerkung WVS: geplanter Vortragstermin ist 26.5.2004) 53.) Wird Psychotherapie von der KK bei Diagnose Vitiligo bewilligt? Bei Nachweis gravierender psychischer Störungen durch die Erkrankung wahrscheinlich schon – Mag. Haim wird das noch genauer beantworten können. 54.) Gibt es regionale Häufung von Vitiligobetroffenen? Würde auf Umweltproblem hindeuten.... Nein. 55.) Wie ist es zu erklären, dass man an gewissen Arealen, nicht einmal mehr rosa wird nach Sonneneinfluss und auf anderen verbrennt man sich regelrecht? Die Fähigkeit der Haut, sich an das Sonnenlicht zu adaptieren, ist abhängig von der Körperregion. Warum, ist nicht völlig geklärt. 56.) Kosten eines Excimer-lasers (falls das AKH einen Laser anschaffen sollte)? 102 000.- Euro plus MwSt; (Anmerkung WVS: die Therapiekosten werden von der Krankenkassa übernommen) 57.) Vorteile/Risiken von Khellin (was heißt topisch?) T opisch heißt äußerlich (anzuwenden). Äußerlich angewandtes Khellin plus Sonne oder Khellin plus UVA (Solarium) scheint zu wirken und ist praktisch nebenwirkungsfrei, die Daten dazu sind aber nicht ei nheitlich. 58.) sind die Produkte Advantan und Ficortil Salben der Kortisonklasse 3 und 4 und zur Vitiligotherapie geeignet? Advantan (Klasse 3) vermutlich ja, Ficortril ist ein deutsches Präparat, das Hydrocortison (Klasse 1) enthält und vermutlich nicht geeignet ist. |
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| Letzes Update ( Samstag, 14. August 2004 ) | |