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Kommentar Matschurat   PDF  Drucken  E-mail 

Hallo Juergen!

Betr.: Ihren Erfahrungsbericht über eine Behandlung der Vitiligo mit Phenylalanin, Kupfer, Vitamin B12, B6, Folsäure, Multivitamin in Kombination mit UV-Bestrahlung.

Dazu möchte ich gerne ein paar Beobachtungen mitteilen:

Das Problem: Medizin ist vor allem eine statistische Wissenschaft, selbst wenn sie sich auf einige exakte Naturwissenschaften stützt.

Ihre eigene Erfahrung mit unserem gemeinsam unternommenen Therapiebemühen, sind die Erfahrung einer einzelnen Person und damit natürlich statistisch zunächst einmal zu wenig, um allen anderen eine Orientierung geben zu können.

Wir haben folgende Erfahrungen gemacht mit unserer Therapie:

1. Patienten sprechen auf die Therapie gar nicht an (etwa 25 bis 30 % der Patienten).

2. Patienten sprechen auf die Therapie an (innerhalb 2 bis 5 Monaten)

2 a) Patienten, die ansprechen, repigmentieren zu 10 % bis 100 %.

2 b) Bei 50 % aller Patienten, die repigmentierten, bleiben die Pigmente im Beobachtungszeitraum von 5 Jahren nach Ende der Behandlung voll erhalten. Bei den anderen 50 % geht die Pigmentierung zum Teil, nicht aber vollständig, wieder verloren. Dies ist auch das Ergebnis einer Studie von Dr. Greiner/Uni Frankfurt.

2c) Die meisten (über 90 % der Patienten), die ihre Pigmente nach Ende der Therapie zum Teil wieder verloren, repigmentieren wieder bei einer Wiederaufnahme der Therapie.


Dies scheint, bei allem, was an Therapie für Vitiligo zur Zeit überhaupt möglich ist, insgesamt immer noch eine lohnende Perspektive, zumal (wenn man von der Bestrahlung absieht, die ja auch nicht unbegrenzt weiterlaufen muss), zumal die Therapie mit den empfohlenen Stoffen eher die allgemeine Gesundheit der Patienten unterstützt, als ihnen schaden kann (vom Geldbeutel natürlich abgesehen).

Wir haben nie behauptet, dass wir mit der Methode, die wir empfehlen, die Vitiligo heilen können (siehe Text auf unserer Homepage www.vitiligo-behandlung.de). Sie wissen, dass dies heute noch mit keiner Methode gelingt. Aber die statistische Aussicht auf eine erfolgreiche symptomatische Behandlung ist vergleichsweise zu allem anderen, was im Angebot steht, gut genug, um eine Behandlung guten Gewissens empfehlen zu können. Dem Patienten liegen alle Aspekte, Chancen und alle Begrenzungen dieser Chance offen und er kann sich relativ gut orientieren, um zu entscheiden, ob er diese Hilfe in Anspruch nehmen kann (Finanzen!) oder will (Umstände/Bestrahlung).

Ich habe mir diesen Kommentar vor allem erlaubt, weil andere Patienten vielleicht doch zu den 50 % gehören könnten, die in der Fünfjahre-Danach-Statisik (von oben) ihre Pigmente, im Gegensatz zu Ihnen, auch nach dieser Zeit behalten würden. Letztere könnten durch Ihre durchaus fair und ehrlichen vorgetragene Erfahrung, die aber eben doch nur die Erfahrung einer Einzelperson widerspiegelt, davon abgehalten werden, diese ganz gut Chance für sich selbst in Anspruch zu nehmen. Daher dieser Hinweiß auf die Statistik.

Ich glaube auch, dass sie persönlich eine ganz gute Chance hätten, Ihre Pigmente wiederzuerlangen, wenn Sie erneut starten würden und vor allem nach Ende der „Haupttherapieperiode“ mit Bestrahlung, Ihre „Vitiligostoffe“ weiter in reduzierter Dosis
( etwa 50% der Menge pro Stoff) weiter einnehmen würden, auch ohne Bestrahlung.

Ich erlaube mir diesen meinen Kommentar zu ihrem Erfahrungsbericht auch an ihren Webmaster weiterzuleiten. Ich denke, sie werden gemeinsam entscheiden können, ob diese meine mitgeteilte Information auch Ihren anderen Mitgliedern in diesem Forum nützlich sein könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Matschurat

Letzes Update ( Samstag, 19. Juni 2004 )



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