Vitiligo SelbsthilfegruppeLogo WVS
Sie befinden sich hier: Home Samstag, 19. Mai 2012


Navigation



Topaktuell

* Protokoll: Treffen 26.3.2012
* Einladung zum nächsten Treffen am 26.3.2012
* Protokoll: Treffen 24.2.2012
* Einladung zum nächsten Treffen am 24.2.2012
* Protokoll: Treffen 27.1.2012

Die beliebtesten Beiträge
Vitiligo und Schilddrüse
Bilder
Ginkgo
Interview Dr.Tanew
Schwarzkümmelöl

Inhalt

Matschurat Therapie   PDF  Drucken  E-mail 

Matschurat-Therapie (Dauer ca. 5 Monate)

(von Jürgen)

Wie ich damals vor 3 Jahren auf Matschurat gekommen bin, war eher Zufall, da zu dieser Zeit noch nicht soviel über diesen Arzt publiziert wurde.

Da Matschurat in Deutschland ordiniert, hab ich einen "Telefontermin" bekommen, gleich noch am selben Tag. In diesem Gespräch erklärte mir Dr. Matschurat geduldig seine Eindrücke von Vitiligo und seine bisherigen Erfolge außerdem hat er mich ziemlich detailliert über meine Vitiligogeschichte ausgefragt. Weiters bekommt man von Matschurat ein Kuvert zugeschickt indem die orthomolekulare Medizin erklärt wird und die genauen Dosierungen und Arten der Vitaminpräparate, außerdem eine Beschreibung des berühmten Phenylalanins. dieses Kuvert hat mir inklusive des Telefongespräches um die 80 DM gekostet.
Matschurat hat noch erwähnt, dass er mich nur bedingt begleiten könne, da er sehr viele Patienten betreut, außerdem stünde sowieso alles in den zugesandten papieren.

Das Kuvert lies nicht lange auf sich warten, wie ihr euch vorstellen könnt hab ich mich gleich drübergestürzt, ich hab die Unterlagen gerade neben mir liegen und versuche euch nun ein paar interessante Ausschnitte rauszuschreiben:

"...Phenylalanin ist eine Aminosäure!"

"In unserer Behandlung beschränken wir uns aber auf die wichtigsten Stoffe, die einen Einfluss auf die Melaninsynthese haben. möglicherweise genügt das tägliche Nahrungsangebot an Phenylalanin nicht, um bestimmte in ihrer Funktion gestörte Melanozyten ausreichend mit Tyrosin zu versorgen. Ein Überschuss an Phenylalanin, z.B. eine 10fache Dosis dessen, was die Nahrung an Phenylalanin normalerweise bietet und die ausreichende Gabe des Cofaktors Kupfer, das in unserer Nahrung oftmals mangelhaft vorhanden ist, sowie die Zuführung von Vitamin b6 sind die Schlüsselfaktoren unserer Behandlung"

"die Dosierung des Phenylalanins richtet sich nach Körpergewicht und in einem zeitlichem Zusammenhang mit einer UV-Bestrahlung(sonnenbank) die UV-Strahlung ist der notwendige reiz für die Pigmentzellen. dabei wird das Phenylalanin 1std oder einer 1/2std vor der UV-Bestrahlung eingenommen. ausreichend sind 2 bis 3 UV-Sitzungen pro Woche. an den tagen wo keine UV-Bestrahlung kann die Tagesdosis über den tag verteilt werden. das Kupfer und der b-komplex mit dem b6 wird zeitlich unabhängig von der Bestrahlung eingenommen. vor den ersten Sonnenbestrahlungen sollte die empfohlene Tagesdosis aller Stoffe mindestens 14 tage eingenommen werden. im mittel empfehlen wir übrigens eine 15minütige Bestrahlung!"

Grundrezept:

  •  50 bis 100mg phenylalanin pro kg Körpergewicht (als Pulver oder Kapsel)
  •  1 Tablette Kupferverbindung
  • Vitamin B6 100-250mg (in Kombination mit B-komplex)
  • Folsäure etwa 800microgramm oder bis zu 10mg pro tag
  • Vitamin b12 etwa 1000microgramm
  • Multivitaminpräparat
  • Spurenelemente

 

Präparate: (Empfehlung Matschurat: Fa.Thorne/USA)

  • Kupfer=copper picolinate
  • B6=b-komplex nr.6
  • B12=bio b12
  • Multivit.=basic nutrients II
  • Spurenelemente=trace mins
     

Dosierungen:

  • Kupfer, B12 je eine Kapsel täglich
  • B6-komplex jeden 2.ten Tag 1kps
  • Basicnutrients und tracemins je 2 Kapseln täglich
  • Phenylalanin nach kg in Apfelsaft auflösen
     

Nun meine persönlichen Eindrücke:

Zuerst einmal musste ich die Präparate natürlich in einer Apotheke bestellen, Matschurat hat mir in Wien die Kaiserapotheke auf der Mariahilferstrasse empfohlen, lustig war, dass die den Dr. Matschurat dort kennen.

Die Lieferung dauerte ungefähr 1 Woche, Kostenpunkt waren für die erste Lage ca. 2500ats (damals noch Schilling)

Also erst mal in der früh 4 Kapseln gleichzeitig (Vitamine, Spurenelemente, Kupfer, Vitamin B..), danach wurde mir gleich ein bisserl übel, davor hat mich Matschurat auch dezent gewarnt), weil die Pulver ziemlich groß sind und die legen sich natürlich an die Magenwände. Zu Mittag dann nochmals 2 große "Pracker", am frühen Nachmittag dann 2 Teelöffel Phenylalanin in Apfelsaft, danach musste ich fast kotzen(sorry), weil das Phenylalanin dermaßen grauslich ist (bin normalerweise da überhaupt nicht empfindlich), ungefähr so wie wenn du 10 Aspro in ein bisserl Wasser auflöst und das trinken musst...

Das ganze 14 Tage lang ohne Bestrahlung.

Dann der erste Bestrahlungstag, Vitamine wie gehabt, Phenylalanin 1/2 Stunde vor der Bestrahlung, im Solarium unangenehme Blicke auf meine weißen Flecken. Ich habe mich für die Sonnendusche entschieden, da dies schneller geht, und angeblich nicht so intensiv sei. Ihr könnt euch vorstellen wie ich nach 15 min (Matschurats Empfehlung) ausgeschaut habe=komplett verbrannt, also die flecken knallrot usw.. daheim musste ich mich ganz dick mit beruhigenden Salben einschmieren. Aber Augen zu und durch hab ich mir gedacht, 2 Tage später noch mal bestrahlen, wieder verbrannt, und wieder... nach ungefähr 2 Wochen, war mein restliches Gesicht, schon extrem dunkelbraun, meine Flecken hat man auf 500m Entfernung sehen können dadurch, aber ich habe beinhart weitergemacht.

An das Pulver schlucken gewöhnt man sich.

Natürlich hab ich mich nach jeder Bestrahlung in den Spiegel geschaut, und plötzlich, nachdem 6 Wochen vergangen sind, habe ich neben dem Auge lauter kleine Sommersprossen entdeckt, ganz kleine, aber schon bei der nächsten Bestrahlung waren diese Flecken verschweißt, und dann ging's extrem schnell!!

Nach ca. 3 Monaten war ich fast völlig! repigmentiert, habe aber trotzdem noch ein paar Wochen weitergemacht. (dazwischen hab ich mir natürlich noch 2 mal eine ganze Lage der Präparate bestellen müssen.)

Ich war hin und weg, bzw. überglücklich und habe das "Vitiligoproblem" endlich auf die Seite schieben können.

Schließlich hab ich mich entschlossen mit der Behandlung aufzuhören, erstens wegen den Kosten und zweitens will man ja nicht dauernd Pulver schlucken und das grausige Phenylalanin....

Tja und dann kam der Schock: schon ein paar Wochen nach Abschluss der Bestrahlung wurden die weißen Flecken wieder sichtbar! Lustigerweise genau an den selben Stellen wie vorher (na ja sind ja die typischen Stellen) und nach ca. 2 Monaten hab ich so ausgesehen wie eh und je. Danach Resignation und leichte Verzweiflung, wie ihr euch sicher vorstellen könnt.

Ich weiß jetzt nur, dass die Behandlung sehr gegriffen hat, viele meinen aber vielleicht auch nur aufgrund der intensiven UVA-Bestrahlung, ich kann's aber natürlich nicht unterscheiden. Klar ist mir geworden, dass die Vitiligo von innen kommen muss, sonst wäre das nicht wieder so schnell gegangen. Ich glaube es wären 2 Schritte notwendig. Man müsste die Vitiligo mal zum Stillstand bringen können, z. B.. wenn der Verursacher irgendwelche Bakterien sind (verweis: versuch Nanobakterien..), diese mit Mitteln zu bekämpfen und erst danach die Bestrahlungsbehandlung durchführen, sonst ist's immer nur ein auf und ab. Deswegen hab ich jetzt mal aufgehört mit der UVA-Behandlung, weil ich nicht mein Leben lang ins Solarium rennen will, ist ja auch schlecht für die Haut, nicht wahr?

Letzes Update ( Samstag, 19. Juni 2004 )



. Zur Navigation