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Bestrahlung und Daivonex: Eine neue Behandlung bei Vitiligo Anwendungsbeobachtung in Basel Bestrahlung und Daivonex bei Vitiligo: Erfolgversprechende Studien Scheckige Haut durch Vitiligo - Flecken weg mit PsoriasissalbeBAD SALZSCHLIRF - Das für die lokale Psoriasis-Behandlung mit Erfolg eingesetzte Calcipotriol hilft möglicherweise auch bei Vitiligo. Sowohl in der Monotherapie als auch kombiniert mit Bestrahlung hat es in ersten klinischen Studien die Pigmentierung nachweislich verbessert. Ein bis drei Prozent der Bevölkerung leiden an der "Weißfleckenkrankheit", einem erworbenen Verlust an Melanozyten, der durch scharf begrenzte depigmentierte Hautareale gekennzeichnet ist. Zwar handelt es sich hierbei um eine harmlose Erkrankung, denn die Hypopigmentierungen machen eigentlich keine Beschwerden. Doch die meisten Betroffenen fühlen sich durch die auffälligen Flecken sehr entstellt. Eine kausale Therapie existiert bisher leider nicht, aber mit verschiedenen Behandlungsverfahren lassen sich zum Teil relativ gute Repigmentierungen erzielen. Zu den derzeit erfolgreichsten Therapien zählen dabei die verschiedenen Formen der Lichttherapie wie UVB (311 nm), topische oder orale PUVA (Psoralen und UVA), KUVA (Khellin und UVA) und PAUVA (Phenylalanin und UVA). Jetzt könnte noch eine weitere viel versprechende und einfach anzuwendende Alternative hinzukommen: Calcipotriol. Das bei der Psoriasis schon länger mit gutem Erfolg eingesetzte Vitamin-D-Derivat reguliert lokal angewandt nämlich anscheinend nicht nur die Zellproliferation und Hyperkeratose, sondern begünstigt auch die Repigmentierung. Halbseitenversuch belegt Erfolg Erste Ergebnisse klinischer Studien liegen auch bereits vor. Eine Doppelblindstudie1) konnte beispielsweise positive Effekte für eine Kombination aus Calcipotriol und PUVAsol zeigen. Die Vitiligo-Patienten nahmen dabei dreimal wöchentlich oral 0,6 mg 8-Methoxypsoralen/kgKG und setzten sich dann der natürlichen Sonne aus. Zusätzlich wurde im Halbseitenversuch eine calcipotriolhaltige Creme auf der einen Körperseite appliziert, auf der anderen Seite dagegen nur die Cremegrundlage. Schon nach sechs Wochen ließ sich auf der Verumseite eine raschere Repigmentierung feststellen. Nach sechs Monaten wiesen 70 % der Patienten auf der Calcipotriolseite eine über 75%ige Repigmentierung auf, dagegen nur 35 % der Patienten, die mit PUVAsol alleine behandelt worden waren. Das Vitamin-D-Derivat scheint aber auch als Monotherapie wirksam, wie ein britisches Forscherteam in einer offenen Studie2) nachweisen konnte. Bei zehn von elf Patienten, die die betroffenen Areale zweimal täglich mit Calcipotriolcreme einrieben, kam es nach zwei bis neun Monaten zu einer Repigmentierungsrate zwischen 30 und 100 %. Der Kalziumstoffwechsel bleibt - anders als bei oraler Vitamin-D-Gabe - durch die lokale Anwendung weitgehend unbeeinflusst, sagte Professor Dr. Wolfgang Küstern, Tomesa-Fachklinik, Bad Salzschlirf, gegenüber Medical Tribune. Denn Calcipotriol wirkt systemisch resorbiert etwa 100- bis 200-mal schwächer auf den Kalziumstoffwechsel, als Vitamin D. Der Experte behandelt seit einem Jahr an seiner Klinik Vitiligo-Patienten mit Calcipotriol in Kombination mit synchroner Photosole-Therapie (Solebad plus SUP-Bestrahlung) und ist mit dem Erfolg sehr zufrieden. MTD, Ausgabe 49 / 2000 S.6, Dr. Michaela Axt-Gadermann - Quellen: 1) D. Parsad et al., Dermatology No. 197 (1998), S. 167 - 170; 2) M. Ameen, British Journal of Dermatology, 1999, 141 (Suppl 55), S. 75 |
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| Letzes Update ( Freitag, 18. Juni 2004 ) | |