

Topaktuell |
||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
| Die beliebtesten Beiträge | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
| Molekularbiologie | |
|
|
Ziel: ein Medikament gegen die WeißfleckenkrankheitSWITCH Biotech erweitert sein Vitiligo-Netzwerk - Kooperation mit der Berliner CharitéMünchen, 28. Februar 2002 - Vitiligo, die Weißfleckenkrankheit - jeder hat schon einmal einen Betroffenen gesehen, denn rund ein Prozent der Weltbevölkerung leidet unter dieser entstellenden Hauterkrankung, für die es bislang keine Heilung gibt. Die SWITCH Biotech AG im bayerischen Martinsried hat jetzt mit Prof. Dr. Wolfram Sterry, dem Direktor der Dermatologie des Berliner Universitätsklinikums Charité, eine Kooperation vereinbart, um gemeinsam die genetischen Mechanismen von Vitiligo zu erforschen und eine wirksame Therapie zu entwickeln. Die an Vitiligo erkrankten Menschen leiden besonders an scharfrandigen weißen Hautarealen, die zumeist auf den Handrücken und im Gesicht von einem fortschreitenden Pigmentverlust in der Epidermis zeugen. Das Fehlen des vor der UV-Strahlung schützenden Farbstoffes Melanin an den betroffenen Stellen ist jedoch nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern bedeutet auch ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs. Die Fleckenbildung ist zudem in der Regel irreversibel und schreitet immer weiter fort. Obwohl die Krankheit sehr häufig vorkommt, ist SWITCH Biotech weltweit das einzige Unternehmen, das molekularbiologisch auf diesem Gebiet forscht. Die jetzt mit der Charité vereinbarte Zusammenarbeit hat vor allem die Identifizierung der für Vitiligo verantwortlichen Gene zum Ziel, sowie die Charakterisierung der Genprodukte und die Entwicklung von Werkzeugen zum Screenen von Wirkstoffbibliotheken, aus denen therapeutisch nutzbare Moleküle isoliert werden sollen. SWITCH Biotech will damit an die gemeinsame Arbeit mit Prof. Dr. Dr. Johannes Ring und Prof. Dr. Dietrich Abeck vom Klinikum am Biederstein der TU München anknüpfen, in deren Rahmen bereits rund 100 Gene identifiziert wurden, die an einer Prädisposition für die Weißfleckenkrankheit ursächlich beteiligt sein könnten. "Diese ersten Screening-Ergebnisse überraschen und bestärken uns, die molekulare Pathophysiologie dieser Erkrankung weiter zu erforschen und mit diesem Wissen geeignete Therapeutika zu entwickeln", erläutert Dr. Andreas Goppelt, Forschungsvorstand der SWITCH Biotech AG. An dem Ziel, am Ende zu einem Medikament zu kommen, das die Repigmentierung der betroffenen Hautareale fördert, lassen die Forscher keinen Zweifel, denn bisherige Therapieversuche mit Steroiden, Bestrahlungen oder Hauttransplantationen brachten kaum Erfolge. "Der Leidensdruck ist bei den betroffenen Patienten immens", erklärt Prof. Sterry. "Eine erfolgversprechende Behandlung wurde bislang nicht entwickelt. Es ist großartig, daß sich jetzt eine junge Biotech-Firma um diese von den großen pharmazeutischen Konzernen bislang vernachlässigte Nischenindikation kümmert, die gerne als kosmetisches Problem abgetan wurde." Quelle: http://146.140.220.3:8103/dermalaie/archiv/2277.html Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.switch-biotech.com/ |
|