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| Aufgaben einer Selbsthilfegruppe | |
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Selbsthilfegruppen stellen heute eine wichtige Ergänzung zum Gesundheitssystems dar. Ihr zugrunde liegt die Selbsthilfe, also die Bereitschaft seine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Die Selbsthilfegruppe ist der Versuch, sich im Zuge dieses Selbsthilfeprozesses mit Gleichgesinnten oder Gleichbetroffenen auszutauschen. Gerade bei psychischen Problemen kann der Austausch mit Leidensgenossen sehr hilfreich sein. Zum einen relativiert sich dadurch das eigene Leid, wenn man merkt, dass man mit seiner Erkrankung nicht alleine dasteht. Zum anderen können die anderen Gruppenteilnehmer nützliche Tipps und Ratschläge erteilen - etwa im Umgang mit Ärzten, Therapeuten, Medikamenten, Ämtern oder mit dem Leben allgemein. Die Selbsthilfegruppe ist aber keine Einrichtung, wo man sich Informationen abholt. Sie ist vielmehr das Forum sich selbst zu helfen - also nicht anderen zu helfen und auch nicht, sich von professionellen Kräften helfen zu lassen. Alle Teilnehmer sind für das Funktionieren selbst verantwortlich und müssen sich kontinuierlich und aktiv einbringen. Eine Selbsthilfegruppe ist in der Regel eine Kleingruppe von sechs bis 12 Personen, die selbst Betroffene und keine Experten (Ärzte, Therapeuten usw.) sind. Weniger als sechs Mitglieder machen wenig Sinn, da sonst der Erfahrungsaustausch zu kurz kommt. Mehr als zwölf Teilnehmer sind hingegen nicht mehr so leicht überschaubar. Die Selbsthilfegruppe ist darüber hinaus gekennzeichnet durch regelmäßige Treffen, die zwei Stunden und länger dauern können. Voraussetzung ist eine freiwillige, regelmäßige und aktive Teilnahme. Daher sollte man vor der Entscheidung, an einer Gruppe teilzunehmen, ein paar Punkte überlegen: Kann ich mich über längere Zeit regelmäßig und aktiv einbringen? Lässt es mein psychischer Zustand zu, die damit verbundenen Anstrengungen und eventuellen Schwierigkeiten zu überwinden? Kann ich mir vorstellen, mit den anderen Teilnehmern über meine Probleme zu reden? Grenzen der SelbsthilfegruppeDie Selbsthilfe hat freilich ihre Grenzen. Eine Selbsthilfegruppe kann die ärztliche und therapeutische Betreuung nicht ersetzen sondern nur als Ergänzung verstanden werden. Sie ist auch kein Dienstleistungsunternehmen oder eine Beratungsstelle, wo Informationen und Hilfestellungen nur noch passiv aufgenommen werden müssen. |
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